Delegiertenversammlung 2026
Rückblick Delegiertenversammlung Physioswiss 2026
Am 13. Juni 2026 lud Physioswiss zu seiner 107. Delegiertenversammlung im Hotel Schweizerhof in Bern ein.
Fünfundachtzig Delegierte aus der ganzen Schweiz fanden den Weg in die Bundesstadt und befassten sich mit den Geschäftsjahren 2025 und 2026 vom Berufsverband Physioswiss.
Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025
Die Einführung des neuen Tarifs im Bereich UV/MV/IV, der Physioswiss Kongress und der Zuschlag für die Entwicklung eines nationalen Programms zur Qualitätsentwicklung in der ambulanten Physiotherapie – Der Geschäftsführer von Physioswiss, Osman Bešić, brachte seine drei Highlights aus dem Geschäftsjahr 2025 schnell auf den Punkt. Gleichermassen zügig wurden auch Jahresbericht, Bilanz und Erfolgsrechnung 2025 von den Delegierten verabschiedet.
Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026
Mehr Diskussionen verursachten die verschiedenen Statutenänderungen, die der Zentralvorstand und die Geschäftsstelle der Delegiertenversammlung vorlegten. Verabschiedet wurden schlussendlich ein neues Wahlprozedere, neue Mitgliederkategorien und ein neuer Delegiertenschlüssel. Konkret wird es bei Physioswiss anstatt sieben nur noch drei Mitgliederkategorien geben: Aktivmitglieder, Passivmitglieder und Ehrenmitglieder. Diese Umstrukturierung ermöglicht es, dass die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit ambulanter Leistungserbringer abgebildet und somit deren Beiträge differenziert und fairer gestaltet werden können. Zudem wird die passive Mitgliedschaft für SRK-Kandidierende ermöglicht und die Kategorie der passiven Mitgliedschaft wird für weitere Interessierte und Institutionen geöffnet, beispielsweise Vereine des Gesundheitswesens oder natürliche Personen, die keine Physiotherapeut:innen sind. Die Mitgliederbeiträge für die neuen Kategorien werden im Rahmen der Delegiertenversammlung 2027 festgelegt.
An der Zweidrittelmehrheit scheiterte ein Antrag zur Einführung einer neuen Mitgliederkategorie “Angestellte Kliniken”. Dieser hatte zum Ziel, die Bedürfnisse der Klinikangestellten durch die Schaffung einer separaten Mitgliederkategorie differenzierter zu adressieren. Das Anliegen wurde jedoch vom Zentralverband gehört. Entsprechend sind im Verlauf des nächsten Jahres Neuerungen zu erwarten, was das Angebot von Physioswiss für Klinikangestellte angeht.
Wahlen Zentralvorstand
Im Rahmen der Gesamterneuerungswahl des Zentralvorstandes wurden neben den bisherigen Mitgliedern, Mirjam Stauffer, Aline Descloux, Sophie Brandt, Florian Liberatore und Alfio Albasini, neu Farah Rumy und Urs Keiser im ersten Wahlgang gewählt. Verabschiedet wurden Sébastien Gattlen und Sandro Krüsi, die an der diesjährigen Delegiertenversammlung zurücktraten.
Der Elefant im Raum
Zum Ende kam noch das Thema zur Sprache, das in den Pausen bereits in aller Munde war: Die neue Tarifstruktur. Mit der neuen Tarifstruktur wird die Grundlage für die Taxpunktwertverhandlungen gelegt. Denn: Ohne verhandelte Tarifstruktur gibt es auch keine Aussicht auf einen erhöhten Taxpunktwert und somit eine faire Entlohnung der Physiotherapeut:innen. Entsprechend wurde an der Delegiertenversammlung der nächste Schritt auf dem Weg zu angemessener Entschädigung lanciert. Mit dem Slogan “100% Geben, 70% Bekommen – Finden Sie das gerecht?” werden ab sofort in allen Kantonen Unterschriften für Petitionen für eine gesicherte und wohnortsnahe Physiotherapie zuhanden der jeweiligen kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren gesammelt. Ausgestattet mit leeren Unterschriftenbögen für jeden Kantonal- und Regionalverband entliess der Zentralvorstand die Delegierten in den sommerlichen Feierabend in Bern. Der Auftrag ist klar: Setzen wir uns gemeinsam für faire Löhne in der Physiotherapie ein.
Hast Du schon unterschrieben? Zum Unterschriftenbogen geht’s hier.